So funktioniert der Elterngeldrechner
Das Basiselterngeld ersetzt einen Teil des Nettoeinkommens, das durch die Geburt eines Kindes wegfällt. Die Ersatzrate liegt bei 65 bis 100 Prozent der Einkommensdifferenz und richtet sich nach der Höhe Ihres vorherigen Nettoeinkommens: Bei einem Nettoeinkommen bis 1.000 Euro steigt die Rate über 67 Prozent hinaus an, zwischen 1.000 und 1.200 Euro bleibt sie konstant bei 67 Prozent, und darüber sinkt sie schrittweise bis auf 65 Prozent ab 1.240 Euro.
Unabhängig von der berechneten Rate zahlt der Staat mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat. Wer während des Bezugs in Teilzeit weiterarbeitet, bekommt die Differenz zwischen dem Einkommen vor und während des Bezugs ersetzt statt des vollen vorherigen Einkommens.
Basiselterngeld oder ElterngeldPlus
Beim klassischen Basiselterngeld erhalten beide Elternteile zusammen bis zu 14 Monate lang die volle berechnete Rate, wobei ein Elternteil allein mindestens 2 und höchstens 12 Monate beziehen kann. Bei ElterngeldPlus wird jeder Basismonat in zwei Monate zu je der Hälfte des Betrags umgewandelt, sodass sich die Bezugsdauer bei gleichem Gesamtbudget verdoppelt. Das ist besonders für Eltern interessant, die früh in Teilzeit zurückkehren möchten.
Kurz erklärt
Was berechnet dieser Rechner?
Er schätzt das monatliche Basiselterngeld aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen vor der Geburt und vergleicht es mit der halbierten, doppelt so langen ElterngeldPlus-Variante.
Für wen ist er gedacht?
Werdende Eltern in Deutschland, die vor der Geburt abschätzen möchten, wie viel Elterngeld sie ungefähr erwarten können.
Wie funktioniert die Berechnung?
Der Rechner wendet die gestaffelte Ersatzrate nach § 2 Abs. 1 und 2 BEEG auf die Differenz zwischen dem Netto vor und während des Bezugs an und begrenzt das Ergebnis auf den gesetzlichen Mindest- und Höchstbetrag.
Welche Angaben werden benötigt?
Das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt und, falls während des Bezugs weitergearbeitet wird, das dabei erzielte Nettoeinkommen.
Was bedeutet das Ergebnis?
Das Ergebnis ist die geschätzte monatliche Basiselterngeld-Zahlung sowie der gleichwertige ElterngeldPlus-Betrag bei doppelter Laufzeit.
Welche Annahmen werden getroffen?
Es wird ein Angestelltenverhältnis mit gleichmäßigem Einkommen in den 12 Monaten vor der Geburt unterstellt, ohne Geschwisterbonus oder Mehrlingszuschlag.
Welche Grenzen hat der Rechner?
Geschwisterbonus, Mehrlingszuschlag, Partnerschaftsbonus und Besonderheiten bei Selbstständigen werden nicht abgebildet; die tatsächliche Elterngeldstelle kann abweichende Werte ermitteln.
Welcher Rechtsstand gilt?
Rechtsstand 2026 (§ 2 BEEG, Einkommensgrenze 175.000 Euro seit 1. April 2025).
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Basiselterngeld mindestens und höchstens?
Das Basiselterngeld beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat, unabhängig davon, wie hoch die berechnete Ersatzrate ausfällt.
Ab wann entfällt der Anspruch auf Elterngeld wegen zu hohem Einkommen?
Seit dem 1. April 2025 entfällt der Anspruch, wenn das zu versteuernde Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt 175.000 Euro übersteigt. Diese Grenze gilt einheitlich für Paare und Alleinerziehende.
Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?
ElterngeldPlus zahlt monatlich nur die Hälfte des Basiselterngeldes, dafür aber doppelt so lange. Das Gesamtbudget bleibt gleich, verteilt sich jedoch über einen längeren Zeitraum.